Der Iran und das Atomabkommen: Neue Gespräche in New York nicht ausgeschlossen
Nach der Unterbrechung der Gespräche zur Rettung des Atomabkommens in Wien könnte es nun zu einer Reprise im Big Apple kommen. Der iranische Außenminister Amirabdollahian will das Thema während der UN-Vollversammlung mit Fachkollegen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland besprechen.
Der Iran schließt neue Atomgespräche auf Ebene der Außenminister während der UN-Vollversammlung nächste Woche in New York nicht aus. Das Außenministerium in Teheran kündigte am Sonntag an, dass Ressortchef Hossein Amirabdollahian das Thema mit den Fachkollegen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland am Rande des Treffens besprechen werde. Ob es auch ein Gespräch mit US-Außenminister Antony Blinken geben wird, blieb offen.
Der neue Präsident Ebrahim Raisi kommt nicht persönlich nach New York. Er wird für seine Rede vor den Vereinten Nationen per Video zugeschaltet.
Viele Fragezeichen über iranischer Delegation
Die im April wieder begonnenen Verhandlungen in Wien über die Rettung des Atomabkommens mit dem Iran wurden nach der Präsidentenwahl im Juni und dem Regierungswechsel in Teheran unterbrochen. Die China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Abkommen von 2015. Gleichzeitig soll der Iran die Auflagen wieder einhalten, gegen die er seit dem Ausstieg der USA verstößt. Der damalige US-Präsident Donald Trump hatte die Vereinbarung 2018 aufgekündigt.
Irans Präsident Raisi hat mehrmals betont, dass der Iran Verhandlungen fortsetzen wolle. Die neue iranische Delegation steht jedoch immer noch nicht fest. Bislang leitete Vizeaußenminister Abbas Araghchi die Delegation. Er wurde jedoch vergangene Woche von dem Hardliner Ali Bagheri ersetzt, einem Kritiker des Abkommens.(APA/dpa)
Kommentare