„Können Mädchen Penis haben?“: Vortrag an Wiener Kinderuni sorgt für Wirbel
Ein Workshop der Wiener Kinderuni sorgt für Aufregung: Die Wiener Autorin Franz Orghandl liest dort aus ihrem Transgender-Buch „Der Katze ist es ganz egal“. Der Vortrag über Geschlechteridentitäten richtet sich an Kinder von zehn bis zwölf Jahren.
Unter dem Motto „Leo hat einen schönen neuen Namen: Jennifer!“ firmiert ein Workshop an der Wiener Kinderuni. „Herzhaft und in heiterem Ton“ erzählt die Wiener Autorin Franz Orghandl (bürgerlich Verena Noll) aus ihrem Buch „Der Katze ist es ganz egal“ vom Kind Leo alias Jennifer.
Wie aus dem kleinen Leo eine Jennifer wurde
Zentrales Thema des Buches: Der kleine Leo erzählt seiner Familie, seinen Freunden, den Großeltern und der Lehrerin, dass er in Wirklichkeit ein Mädchen ist. Die Reaktionen fallen unterschiedlich und doch erwartbar aus: Der Vater schäumt, die Mutter nimmt ihr Kind ernst, der Opa poltert, die Oma möchte keinen Streit, die Lehrerin ist besorgt und nur die Freunde haben kein Problem damit.
Kinder behandeln Fragen über Geschlechteridentiät
In dem Workshop werden Fragen behandelt wie: Was ist Gender? Kann auch ein Mädchen einen Penis haben? Was bedeutet ein neuer Name, wenn man ihn sich selbst aussucht? Haben Erwachsene schon mal etwas über euch gedacht, was nicht gestimmt hat? Wenn ja, warum denkt ihr, ist das passiert? Die Zielgruppe sollen laut Angaben der Kinderuni Kinder von zehn bis zwölf Jahren sein!
Autorin lebt heute in Ostdeutschland
Die Autorin Verena Noll wurde 1971 in Wien geboren, absolvierte laut ihrem Verlag die Schauspielausbildung am Konservatorium in Wien und spielte danach an zahlreichen Theatern in Deutschland und Österreich (u. a. Staatstheater Wiesbaden, Kleines Theater Salzburg). Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin, Sprecherin und Theaterpädagogin in Leipzig. Sie ist Mitbegründerin der Leipziger Theatercompagnie.
Kommentare
Wenn Kinder erfahren, dass es Menschen gibt, die als Bub geboren werden, aber im Kopf ein Mädchen sind, oder umgekehrt, habe ich kein Problem damit. Aber Kindern beizubringen, dass es mehrere Geschlechter gibt, wäre ein Wahnsinn. Ich verstehe das auch gar nicht, denn Transgender-Personen wollen ja kein drittes Geschlecht haben, sondern das jeweils andere von zweien. Menschen, die äußere und innere Merkmale von beiden Geschlechtern haben, sind eine extreme Seltenheit, eine Laune der Natur, und selbst diese haben meist ein eindeutig an den Chromosomen bestimmbares Geschlecht.
Nein, können sie nicht, sonst sind es nämlich Buben. Punkt.