
Kurz bekennt sich zu EU-Klimazielen bis 2050 – Österreich soll schon 10 Jahre früher klimaneutral sein
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekannte sich beim EU-Klimagipfel, der von den Ereignissen in Weißrussland überschattet wurde, klar zu den Klimazielen der Europäischen Union. Er wolle Österreich sogar zehn Jahre früher klimaneutral machen.
Kurz bekannte sich am Dienstag beim EU-Gipfel zu den ambitionierten Klimazielen, warnte aber in diesem Zusammenhang erneut vor dem Einsatz der Atomenergie. „Vor allem darf Atomstrom keine Alternative sein. Wir setzen in Österreich auf erneuerbare Energien“, sagte er.
Österreich soll schneller klimaneutral werden als gesamte EU
Kurz forderte überdies, dass alle EU-Mitgliedstaaten einen „Beitrag leisten“. Zuvor hatte Kurz bereits eingemahnt, dass im Falle Österreichs der Transitverkehr berücksichtigt wird, und kritisierte, dass es immer noch billiger sei, durch Österreich zu fahren als etwa über das Nicht-EU-Mitglied Schweiz. Österreich will bis 2040 klimaneutralität erreichen, die gesamte EU bis 2050.
Merkel verschärft nationale Klimaziele
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ein Angebot im Gepäck. „Deutschland ist in Vorleistung getreten, wir haben unsere nationalen Ziele verschärft und wollen Klimaneutralität bereits bis 2045 erreichen“, sagte die CDU-Politikerin am Montagabend in Brüssel. Getrieben wurde die deutsche Regierung durch ein Verfassungsurteil. Trotzdem ist aus seiner Sicht nicht ausgeschlossen, dass Deutschland nachbessern muss. Das hängt davon ab, an wie vielen Schräubchen gedreht wird.
(APA/red.)
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