Wiens Bäder reduzieren Wassertemperatur – werden aber teurer!
„Heiß-kalt“ bekommen es derzeit die Wiener: Wem beim Anblick seiner Fernwärme-Rechnung und der 92 Prozent Erhöhung etwas warm wird, der kann sich in den Wiener Bädern abkühlen. Dort wird die Temperatur bald um zwei Grad kühler.
Sparen an allen Enden heißt es in der Stadt Wien: Während der Fernwärme-Wucher – der eXXpress berichtete – den Endkunden so richtig teuer zu stehen kommt, fängt nun auch die Stadt Wien zum Sparen an –und zwar bei den Wiener Bädern.
Wasserheizung wird ausgeschaltet
„Wir schalten bei 24 Grad Wassertemperatur im Freibad die Wasserheizung aus“, sagte deren Sprecher Martin Kotinsky gegenüber „Oe24“. Grund dafür soll die Teuerungswelle sein: Die Bäder versuchen angesichts der hohen Stromkosten jetzt vermehrt, Energie zu sparen – zuvor waren die Becken bis 26 Grad erhitzt worden.
Mehrkosten in Millionenhöhe
Wie viel sich die Wiener Bäder tatsächlich durch die Maßnahme ersparen, kann Kotinsky nicht genau angeben. Die steigenden Stromkosten würden allerdings „Mehrkosten von einigen Millionen Euro” verursachen. Die Betreiber hoffen demnach auf einen heißen Sommer, bei dem ohnehin nicht mehr viel geheizt werden muss.
Bäder schrauben Wassertemperatur runter - und Preise in die Höhe
Hoffnung scheint in der Stadt Wien nun das vorherrschende Prinzip zu sein, allerdings gilt das nicht für den Endkunden: Während in den letzten beiden Jahren noch der ermäßigte 1-2-3-Tarif galt, wurden die Ticketpreis nun deutlich erhöht. 6,20 Euro löhnt ein Erwachsener nun für einen Badetag im „Gänsehäufel“ oder andernorts – für weniger Wassertemperatur.
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